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Strahlung

Professor Karl Hecht hat in der Schriftenreihe der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V. (KI) eine neue Schrift herausgegeben (erschienen September 2015) mit dem Titel

„Ist die Unterteilung in ionisierende und nicht ionisierende Strahlung noch aktuell? - Neuester wissenschaftlicher Erkenntnisstand: EMF Strahlung kann O2-und NO-Radikale im Überschuss im menschlichen Körper generieren.

Die Schrift (20 Seiten) ist zu bestellen im Sekretariat der KI: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ich gebe hier für meine NewsletterabonnentInnen mit freundlicher Genehmigung der Redaktionsleitung der KI die Zusammenfassung wieder.
Dr. Karl Braun-von Gladiß

Sowohl die so genannten ionisierenden Strahlungen als auch die so genannten nichtionisierenden Strahlungen können freie Radikale im menschlichen Körper generieren. Analoge biologische Schädigungen können als von beiden Arten der Strahlen ausgehen.

Der grundsätzliche Unterschied besteht in der Stärke der Energie dieser Strahlungen. So genannte ionisierende Strahlung wirkt in der Regel mit starker Energie, so genannte nichtionisierende Strahlung mit schwacher Energie.

Es gibt Ausnahmen: Auch Spuren von Radionukliden können bei oft jahrzehntelanger Einwirkungsdauer unter anderem Krebserkrankungen und Leukämie verursachen (= stochastische Strahlenspätschäden). Und auch Funkwellen von großer Stärke verursachen schon bei kurzzeitiger Einwirkung Schäden wie Verbrennungen – der so genannten ionisierenden Strahlung vergleichbar.

Es wäre aus Sicht des Verfassers besser in stark energetische und schwach energetische Strahlungen zu unterscheiden. Doch auch diese physikalische Unterscheidung wird als unzureichend angesehen, die Wirkung auf biologische Prozesse zu beurteilen. Wichtiger in ihrem Fall ist die Beachtung von Kurzzeit – und Langzeitwirkungen, gegebenenfalls mit Angabe der Strahlendosis.

Aus allem folgt: Da für den Schutz der Bevölkerung die Folgen der Strahlungen auf den menschlichen Körper ausschlaggebend sind, ist eine Unterteilung in ionisierende und nicht ionisierende Strahlung nicht mehr angebracht. Das muss aber auch Konsequenzen für den gegenwärtigen Strahlenschutz und entsprechende juristische Bewertungen haben.

Die bisher verwendeten Parameter der Grenzwertfestlegung sind völlig ungeeignet. Geschützt werden mit ihrer Hilfe wirtschaftliche und politische Interessen, nicht die Gesundheit von Bevölkerung und Umwelt. Der auf breiter Grundlage nachgewiesene oxidatives Sress auch durch schwache Strahlung braucht dringend eine internationale Kommission von unabhängigen Wissenschaftlern, die den Grenzwert auf einer dem Stand der Erkenntnis entsprechenden wissenschaftlichen Basis neu definiert.

Der vorliegende Bericht baut auf einem vielfältig nachgewiesen Stand dieser aktuellen Erkenntnis auf, bemüht sich aber um eine Darstellung, die auch vom Laien verstanden werden kann. Er konfrontiert mit der Frage, wie lange es sich ein demokratischer Rechtsstaat noch leisten will, den gesetzlich zugesicherten Schutz von Bevölkerung und Umwelt auf einem anachronistischen Stand der Erkenntnis aufzubauen. Auch wie lange er eine Politik fortsetzen möchte, die eine wachsende Zahl elektrosensibler Menschen in eine landesinterne Emigration treibt.