Anmeldung zum Newsletter

Zur Anmeldung geben Sie bitte Ihre E-Mail Adresse ein.

Grippeimpfung

Einige Worte zur Grippeimpfung – ein kleiner Auszug eines Vortrags mit dem Titel „Kritische Aspekte zu Impfungen aus immunologischer Sicht“, den ich am 26.11.2016 im Auftrag der Gesellschaft für Mikroimmuntherapie in München halte.

Schauen wir uns die unerwünschten Wirkungen der Grippeimpfung an, dann zeigt sich ein bedrohlicherer Katalog. Die mit einer solchen Impfung erzeugten Antikörper sind darüber hinaus zu wenig differenziert, weil als antigener Reiz (Krankheitserreger) immer nur der Grippe-Virustyp des vorausgegangenen Jahres zur Verfügung steht, denn der Virustyp der kommenden Saison (für die ja geimpft werden soll) ist noch gar nicht bekannt. Insofern geht jeder Mensch, der eine Grippeimpfung erhält, sogar noch das Risiko ein, umsonst geimpft worden zu sein. Niemand weiß ja, ob die Viruskonstellation des Vorjahres für den kommenden Winter überhaupt noch von Relevanz ist.

Man braucht nicht medizinisch ausgebildet zu sein, um kritische Fragen gerade zu dieser Impfung zu stellen, da genügt schon der normale gesunde Menschenverstand. Dies ist den Herstellerfirmen und der Industrielobby in Wissenschaft und Medizinjournalismus wohl bekannt. Dementsprechend tauchen jedes Jahr wieder neue Slogans nicht nur in der Tagespresse, sondern auch in wissenschaftlichen Publikationen auf, deren Niveau nicht als höher zu bezeichnen ist als das einer billigen Waschmittelreklame. Mit wissenschaftlicher Seriosität hat die Schlagzeile „Die Epidemie wird jetzt besiegt – Grippeimpfung offensiv anbieten“ (so lautet die Überschrift eines dieser Presseartikel) nichts mehr zu tun.

Vielleicht war es eine solche Publikation in der Fachpresse, die den Hausarzt einer 67-jährigen Patientin motivierte, dieser bis dahin kerngesunden Frau eine Grippeimpfung anzubieten und das noch mit der Begründung, „damit sie gesund bleibe“.

Jedenfalls war diese Frau bis Oktober 2004 bei weit jugendlicherer Verfassung als es ihrem Alter entsprach, unternahm große Wanderungen, auch ins Gebirge, trainierte regelmäßig im Fitnessstudio und war „die Gesundheit in Person".

Dass sie sich schon vor etlichen Jahren nach einer Grippeimpfung nur sehr schlecht erholt hatte und damals lange Zeit krank gewesen war hatte sie bereits vergessen. Sonst hätte sie vielleicht den Rat ihres Hausarztes, sich „mal wieder impfen“ zu lassen, „damit sie gesund bleibe“ vehement abgelehnt.
Ohne weiter nachzudenken, ließ sie sich aber im Oktober 2004 eine Grippeimpfung geben und erkrankte danach mit Schwäche und Luftnot. Das nahm so rasant zu, dass sie bereits zwei Monate später eine Lungenfibrose entwickelte (bei der das elastische Grundgerüst der Lungen infolge eines Angriffs des Immunsystems gegen körpereigene Substanz in Narbe umgewandelt wird und sich verhärtet, und die Folge liegt auf der Hand: körperliche Leistungen sind nicht mehr möglich, der Alltag wird dadurch bestimmt, überhaupt noch genügend Sauerstoff zu bekommen.

Das hatte schon nach wenigen Monaten so weit geführt, dass sie sich nur noch mit der Sauerstoffflasche auf Rädern und gestützt von Angehörigen sich von einem Zimmer ins andere bewegen konnte und ihrem nahen Tod ins Auge sah. Die Erkrankung war so galoppierend, dass ich der armen Frau, die wenige Monate nach der Impfung zu mir geführt wurde, nicht mehr helfen konnte.

Dr. Karl Braun-von Gladiß