Fiebertherapie

Fieber ist ein Zustand, der die körpereigenen Abwehrkräfte stark stimuliert. Die Zahl und Aktivität der weissen Blutkörperchen steigt, der Stoffwechsel und auch die nicht-zellulären Immunstoffe werden aktiviert und die Ausscheidungsvorgänge des Körpers angeregt. Chronisch Kranke berichten sehr häufig, daß sie schon lange keine richtige hochfieberhafte Erkrankung mehr durchgemacht haben.

Die Fiebertherapie verbessert den Stoffwechsel und blockiert den Stoffwechsel der Krebszellen, und so stoppt sie den Prozeß energetischen Abbaus.

Wir Ärzte in der Paracelsus-Klinik Lustmühle führen die sogenannte "moderate (gemäßigte) Ganzkörperhyperthermie" durch; der Patient wird dabei bis maximal 40,5 Grad Celsius erwärmt. Der begleitenden Infusion werden während der Hochtemperaturphase besondere immunstimulative oder fiebererzeugende Medikamente zugesetzt. Die verschiedenen Komponenten der "systemischen Krebsmehrschritt-Therapie" verbessern den Stoffwechsel und blockieren den Krebszell-Stoffwechsel. Dies wird ermöglicht durch die Kombination von Fieber, Sauerstoff (zur Absicherung einer erhöhten Streßtoleranz und Immunstimulation), Anhebung des Blutzuckerspiegels (mittels Glucoseinfusion) und antitumoröse Medikamente.

Oft kombinieren wir die passive mit der aktiven Hyperthermie: Der Patient wird dann nicht nur im Fieberbett mit Infrarot-A-Lampen von außen erhitzt, vielmehr wird durch Injektion eines fiebererzeugenden Mittels die Temperaturbereitschaft zusätzlich von innen her (aktiv) angeregt. Damit steigt die Bereitschaft zur Annahme der geistigen Umstimmung, die mit dem Phantasieren im Fieber verbunden ist. Das Fieber bewirkt also auch eine seelisch-geistige Umstimmung: Innere Bilder tauchen auf, die intellektuelle Kontrolle des Unbewussten nimmt ab. Reaktions-Starren des Körpers, die vielen chronischen Krankheiten zugrunde liegen, werden im Fieber aufgelöst.

Ich nutze die Fiebersitzung also häufig zusätzlich für Simonton’sche Visualisations-Meditationen mit den Patienten, katathymes Bilderleben, therapeutische Hyperventilationen, Erzielen emotionaler Durchbrüche und Lösungen.

So wühlt eine Fiebertherapie oft Altes auf, krankmachende Erlebnisse oder Situationen, Vorbewußtes und Unbewußtes. Auch bisherige schleichende Infekte, toxische Belastungen und ähnliche "Altlasten" können aktiviert und dann überwunden werden. Die Krankheitskarriere spult sich dabei wie ein Film im Zeitraffertempo rückwärts ab. Es können also Haut- oder andere Entgiftungs-Reaktionen oder alte Symptome auftreten. Körper, Seele und Geist sind danach wie befreit; Fieberpatienten äussern nachher oft: "Ich fühle mich wie geläutert".

Dies ist eine Leseprobe des Buches Krebskranke Menschen in ganzheitlich-medizinischer Behandlung


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