Kasuistik - 
Typischer Behandlungsverlauf 
bei einer 40-jährigen Patientin 
mit CFS und Fibromyalgie 
und Vielfachallergien

vom 25.04.01

Diagnose: 
Multiple hypersensitivity syndrome

Behandlung vom 20.02. - 06.12.00

Bedeutsame Aspekte in Anamnese und Befunden:

  • Extreme Schwächezustände, tagelang liegt die Patientin nur zuhause 
    und ist kaum imstande, selbständig das Haus zu verlassen, 
    ein Verlassen des Bettes von mehr als einer halben Stunde ist nicht möglich.

  • Bleierne Schwere, eine Müdigkeit, die bis auf die Knochen geht 

  • Phobische Störungen, Antidepressiva 

  • Chronische Durchfälle 

  • Chronische Sinusitis 

  • Extreme Schmerzen im ganzen Körper „ich bin wieder ein Schmerz“ 

  • 40-jährige langzeitsarbeitslose Kinderkrankenschwester 
    mit Schmerzen und polyvalenter Allergiedisposition 

  • 21 DIN A4-Seiten umfassende (maschinenschriftliche) Symptomen- und Krankheitskarriere-Beschreibung. Es gibt praktisch nichts, was hier bis Jan. 00 therapeutisch nicht erprobt wurde, weder auf der schulmedizinischen 
    noch auf der Aussenseiter-Medizinebene.
      

  • Körperliche Untersuchung: Graziler asthenischer Habitus, gekipptes Becken, atrophierte Rückenmuskulatur, flache, zögernde Atmung. 
    Sonst körperlich nichts fassbares Pathologisches.  

  • Mundinspektion: Viele Amalgamfüllungen, eine Goldkrone, Kunststoff-Füllung 

  • Röntgenuntersuchung des Gebisses: Wurzelfüllungen in 25 und 27 

  • Schwermetallmobilisationstest: kein Beweis für toxische Schwermetallbelastung 
    (was nicht beweist, daß sie nicht vorliegt, sondern ein Hinweis auf in tieferliegende 
    Gewebedepots verschobene Ionen sein kann). 

  • LTT: Beweis einer immunologischen Sensibilisierung im Sinne einer polyvalenten 
    Typ-IV-Allergie gegen Schwermetalle, auch Amalgamkomponenten, 
    und verschiedene Umweltchemikalien.

   

Behandlungsverlauf:

Unter dem Schutz einer Rotationskost und homöopathischer Therapie der chronischen funktionellen Nebennierenrindeninsuffizienz erfolgte am 23.05., 06.06., 20.06. und 04.07.00 eine Entfernung der Amalgamfüllungen, begleitende Infusionstherapie mit Baseinfusionen, Vitamin C-Infusionen, Neuraltherapie, Psychagogik, Neuraltherapie, Nosodentherapie sowie Detoxifikation mit Chelattherapie. Nach abgeschlossener Amalgamentfernung erfolgte die Extraktion der beiden wurzelgefüllten Zähne. Dann weitere bioresonanztheapeutische Energiestabilisierung und körpertherapeutisches Aufbautraining.

 

Verlaufs-Stationen:

  • 20.2.00 Interpretation des klinischen Bildes als typische Manifestation einer funktionellen chronischen Nebennierenrindeninsuffizienz 
    (wie publiziert in Braun-v.Gladiß, Ganzheitliche Medizin in der ärztlichen Praxis, S.35-40)
     
  • 23.3.00: Beginn einer strengen Rotationskost
     
  • 23.03.00: Unter dem Schutz von Emotionalmitteln (nach Banis) 
    Abbau der antidepressiven Medikation
     
  • 04.05.00: Patientin kann z.T. wieder einkaufen gehen und Velofahren. 
    Der Schlaf ist ebenfalls wieder gut, die Ängste sind viel geringer, Antidepressiva wurden abgesetzt. 
    Der Stuhlgang ist nicht mehr durchfällig, geformt, zweimal täglich. 
    Jetzt kann - nach Stabilisierung - die Amalgamentfernung beginnen.
     
  • 30.05.00: Nach Entfernung von nur 1 Amalgamfüllung wieder erhebliche Verschlechterung, 
    erneute Gewichtsabnahme, Durchfälle, Nasennebenhöhlenreaktionen.
     
  • 29.06.00: Deutliche sinuskurvenförmige (Selye-Reaktion) Reaktionsverläufe nach Amalgamentfernung
     
  • 04.08.00: Nach der letzten Amalgamentfernung erfolgten jetzt zwei Zahnextraktionen der wurzelbehandelten Zähne, 
    danach extreme Schmerzexacerbation im ganzen Körper, Neuraltherapie und orthomolekulare Aminosäureninfusion.
    Psychokinesiologische Stabilisierung. Psychagogik.
     
  • 12.09.00: Die jeweiligen entgiftenden Therapiewochen sind von heftigen vikariativen Ausleitreaktionen begleitet, die aber jeweils zügig abklingen.
     
  • 26.09.00: Die Kraft wird wieder besser, der Stuhlgang ist wieder normalisiert, die Ängste sind fast verschwunden, die Rotationskost kann gelockert werden. Jetzt Nasentherapie zur Lösung der Sinusitis.
     
  • 30.9.00: Vikariationstherapie: Nosodale Ausleittherapie der Epstein-Barr-Belastung, Coxsackie- und Parotitis-Belastung, weitere Neuraltherapie und postextraktionem bei Zahn-Regio 24.
     
  • 10.10.00: „Es ging mir schon lange nicht mehr so gut wie jetzt, der Schlaf ist gut, der Stuhlgang ist geformt, ich treibe wieder Sport, kann ganztags auf sein und den Alltagsverpflichtungen normal folgen.“
     
  • 06.11.00: Im Rahmen der Epstein-Barr-Ausleitung gravierender Symptomeinbruch, alle Symptome - besonders die Magen-/Darm-Symptome - wie vorher. Jetzt Aktivierung der Ausleitung mit Algen und DMSA, Unterstützung durch Bachblüten.
     
  • 06.12.00: 3 Monate nach Abschluss der Amalgamausleitung geht es der Patientin einwandfrei, die Therapie kann abgeschlossen werden, es bestehen keine Symptome mehr, insbesondere sind auch die cerebralen Symptome verschwunden.
    Nachtest der Epstein-Barr-Belastung: Minimaler Restbefund, keine Behandlungsbedürftigkeit mehr.
     
  • Die gesamten Behandlungskosten incl. Laboruntersuchungen und Medikamenten
    (Zahnarztkosten allerdings nicht einberechnet) betrugen 9.400 SFr.

Abschliessender Dankesbrief der Patientin vom 13.12.00: 

„... ein kleines Wunder, denn noch vor wenigen Monaten glaubte ich, der Alzheimer raffe mich rasant dahin .... ich war nur noch die Angst in Person. Ich habe mich herausgeschält wie aus einer Zwiebel, immer wieder hat sich eine Schicht gelöst und mich freier gemacht... es bleibt mir, mich nochmals ganz herzlich bei ihnen für diese unschätzbare Hilfe zu bedanken. Ich glaube, es war der wichtigste Prozess meines Lebens in diesem Jahr.“

Dr. med. Karl Braun-von Gladiß


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