Dr. med. Karl Heinz Braun von Gladiß 

Pathophysiologie und Therapie des 
Schlaf-Apnoe-Syndroms 
aus ganzheitsmedizinischer Sicht

Das Schlaf-Apnoe-Syndrom ist definiert als anfallsweises Auftreten von mehr als 10 Sekunden dauernden Atemstillständen im Schlaf, wobei es in der Einatmungsphase zum Kollaps der Rachenwände kommt.

Die konventionelle Medizin [1] sieht die „Ursachen“ des Schlaf-Apnoe-Syndroms in einer pathologischen Veränderung des Muskeltonus im pharyngo-laryngealen Raum und beschreibt als Auslöse- bzw. Verstärkungsfaktoren dafür muskuläre Schwäche im Rachen-Hals-Raum, Übergewicht und Alkoholkonsum. Offenkundig ist die muskuläre Schwäche aber nur ein Symptom einer nicht beschriebenen Ursache oder eines Ursachenkomplexes, für den sich schulmedizinisch keine Definition findet. Wie bei den meisten anderen chronischen Erkrankungen wird die Ursache als "idiopathisch" tituliert und damit als nicht faßbar und unbekannt gekennzeichnet, was keinen besonderen Grad wissenschaftlicher Präzision erkennen läßt. Nichts desto weniger neigen die gleichen Wissenschaftler dazu, ganzheitliche Erklärungs- und Behandlungsansätze als dilletantistisch zu diffamieren.

Therapeutisch werden schulmedizinisch folgende Maßnahmen beschrieben: Gewichtsreduktion, Theophyllin, nasale Überdruckbeatmung [2] (CPAP), Operation (Tracheotomie, Nasenseptumplastik und Entfernung einengender Strukturen im Nasen-Rachen-Raum), operative Umstellung der Kieferknochen [3] .

Aus ganzheitsmedizinischer Sicht handelt es sich beim Schlaf-Apnoe – Syndrom um eine Steuerungsstörung autonomer muskulärer und cerebraler Regulationsvorgänge, die mit einer Modifikation neurohormonaler Sekretionen primär oder sekundär verbunden sind. Dieses Dysregulationsphänomen der psycho-neuro-endokrino-immunologischen Wechselwirkungen des biologischen System ist ohne Integration biokybernetischer Aspekte weder pathophysiologisch zu begreifen noch zielgerichtet zu therapieren.

Häufig sind es schleichende Infektreaktionen gegenüber lymphoneurotropen Viren und Bakterien [4] , diskordante Reaktionen auf Impfungen und andere immunogene Einflüsse, chronische subklinische Osteomyelitiden im Kieferbereich [5] , polyvalente und ätiologisch nicht faßbare, oft umweltbedingte, Schädigungen der Komponenten des Psycho-Neuro-Immunologischen Systems und nicht selten auch psychogene sowie durch orthomolekulare Störungen bedingte Milieudysbalancen, die die Kompensation des Systems gegenüber Irritationen der Körperstatik herabsetzen. Solche strukturell bedingten Verstrebungsstörungen der Körperarchitektonik wirken sich dann als pathologische muskulo-fascial-neural-propriozeptive Spannungs-und Stellreflexverändungen aus, die eine Beeinträchtigung der cerebralen Stimulation nach sich ziehen, entweder als Summationseffekt oder direkt über die Beeinträchtigung der Pumpfunktion des Liquor cerebrospinalis, die immer eine Folge von temporomandubulär bedingten Dysgnathie [6] -Zuständen ist, welche häufig aus architektonischen Körperverstrebungsstörungen resultieren.

Die bisher genannten Beeinträchtigungen von Gehirnfunktionen werden katalysierend verstärkt durch elektromagnetische Felder. Diese wirken als Türöffner für chemische Gifte ins Gehirn: Gepulste elektromagnetische Hochfrequenzfelder senken die Barriere der Bluthirnschranke [7] , sie  erhöhen also die Durchlässigkeit für nervenschädigende Eiweißkörper in Nervenstrukturen hinein.Elektromagnetische Felder und chemische Noxen, auch Schwermetalle, wirken synergistisch [8] .

Im Hinblick auf die zentrale Bedeutung des Melatonin [9] für die chronobiologischen Rhythmen muß dieses epiphysale Neurohormon in diesem Zusammenhang besonders beachtet werden [10] . Dies ist sowohl diagnostisch wie therapeutisch wichtig.

Es handelt sich also, wie man sieht, um Komplexerscheinungen des biologischen Systems, die pathophysiologisch nur, soweit überhaupt, über wechselwirkende Interaktionen und Synergismen erklärt werden können. Dementsprechend erfordert ihre Behandlung ein multifaktorielles [11] Vorgehen.

Zusammenfassend kann man also folgende

Ursachen-Faktoren 

  • als wechselwirkende Synergismen für das Schlaf-Apnoe-Syndrom definieren:
  • Slow-Virus- und Slow-Bacterial-Diseases
  • diskordante Reaktionen auf Impfungen und andere immunogene Einflüsse
  • Störungen des Säure-Basen-Haushaltes
  • Rheologische Störung: Verschiebung des kolloidalen Verhältnisse des Blut-Lymphmilieus vom Sol- zum Gelzustand
  • chronische subklinische Osteomyelitiden im Kieferbereich
  • polyvalente und ätiologisch nicht faßbare, oft umweltbedingte, Schädigungen
  • psychogene Faktoren
  • orthomolekulare Störungen
  • Verstrebungsstörungen der Körperarchitektonik
  • temporomandubulär bedingte Dysgnathie
  • elektromagnetische Felder
  • Bluthirnschranken-Störung
  • Melatonin-Modifikation

Zur Therapie des Schlaf-Apnoe-Syndroms:

  1. Entlastende Ernährung
     Minimierung elektromagnetischer Belastungen, besonders strikte Karenz von gepulsten Hochfrequenzfeldern
  2. Zahnstörfeldsanierung
  3. Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes
  4. Orthomolekulare Therapie
  5. Osteopathische / craniosakraltherapeutische / krankengymnastische Regulierung von Körperverstrebungsstörungen
  6. Gehirntherapie nach Haffelder [12] : Eine besondere, neu entwickelte Behandlung ist eine cerebrale Engrammolyse [13] . Mit dieser spezifischen Gehirntherapie lassen sich pathologische cerebrale Automatismen diagnostisch definieren und therapieren. Haffelder [14] entwickelte dafür eine neue EEG-Analyse. Gemessen werden nicht mehr primär die Signale der Großhirnrinde, sondern jene des Limbischen Systems, abgeleitet entlang der Schädelbasis [15] , was mit Hilfe spectralanalytischer Fourier-Transformation [16] eine besonders differenzierte Darstellung der Theta- und Deltabereiche ermöglicht. Besonders die Deltawellen [17] spielen eine tragende Rolle in dieser Bewertung der elektrischen Gehirnaktivität. Ihr Maximum findet sich im Corpus callosum, das auch für die Rechts-Links-Hemisphärenkoordination besonders wichtig ist. Nahezu alle Gehirnaktivitäten und alle wichtigen definierbaren Gefühlszustände erzeugen spezifische, reproduzierbare, computeriell darstellbare Delta- und Thetawellenmuster [18] . Der Theta-Bereich bezieht sich auf Tagträume, Inspiration und Imagination. Die Fähigkeit, Tagträume zu entwickeln, scheint ein signifikanter Faktor für Stress-Bewältigung und mentale Leistungsfähigkeit und das psychosomatische Kompensationsniveau zu sein. Die Haffelder‘sche EEG-Darstellung ermöglicht signifikante Rückschlüsse auf alle möglichen Arten von niedrig dosierten Reizen, sowohl toxischen wie therapeutischen. In der Behandlung werden die zuvor computeriell als effektiv [19] gefundenen Frequenzen als Therapiesignale einer besonderen Auswahl klassischer Musik aufmoduliert, sodaß dem Patienten eine Heil-CD zur Verfügung steht, die er einige Wochen lang beiläufig [20] täglich hört.

Der pathophysiologische Hintergrund 

der obigen Erklärung des Schlaf-Apnoe-Syndroms als Manifestation eines wechselwirkenden Interaktionsgeschehens besteht aus folgenden Komponenten:

1.      Krankheits- und Gesundheitsbegriff: Krankheit ist der Ausdruck gestörter Regulationsfähigkeit des biologischen Systems. Sie ist nicht eine zufällige und häufig als idiopathisch bezeichnete Abweichung von einer starren anatomischen, biochemischen und psychodynamischen Norm, sondern eine Störung der Regulation eines komplexen Systems, deren Symptomatik relativ beliebig und variationsreich ist. Gesundheit wird nicht durch die Abwesenheit schädlicher Reize aufrecht erhalten, sondern durch die Fähigkeit des Organismus, die Einflüsse von Noxen [21] ausgleichen zu können.

2.      Lebewesen sind hoch organisierte Strukturen jenseits des thermodynamischen Gleichgewichtes [22] . Sie verfügen über einen hohen Grad an Selbstregulation und vermindern [23] bei der Konfrontation mit externen Reizen [24] das Niveau ihrer Entropie [25] . Mathematisch gesehen ist das Spektrum der Zustände in biologischen Systemen bestimmt durch unendlich viele Eigenwerte [26] . Sie werden als nach außen offene deterministisch-chaotische Systeme betrachtet, deren Reaktionen  Interferenzprodukte zwischen immanenten Determinanten und externen Impulsen sind, die somit ohne kybernetisch orientierte Analyse der endogenen und exogenen Faktoren weder pathophysiologisch adäquat verstanden noch zielgerichtet therapiert werden können.

3.      Reize werden immer vom ganzen System verarbeitet. Die lokale Symptomatik bietet ungenügende Erklärungen. Die von dem Physiologen Pischinger begründete und in unseren Tagen von dem Anatomen Heine weiterentwickelte Lehre vom vegetativen Grundsystem beschreibt das grundlegendste Prinzip in der Physiologie, nämlich daß keine Zelle steht mit einer anderen in direkter Verbindung steht, sondern daß es vielmehr der Interzellularraum als ubiquitäres wässriges Medium ist, in welchem sich Stoffaustausch und Stofftransport, Informationsverarbeitung und Reizleitung in einer Komplexität und Geschwindigkeit vollziehen, die erst mit Hilfe einer interdisziplinären Sicht aus theoretischer Physik und Medizin und den dazu gehörenden Phänomenen der Supraleitung, Kohärenz und Resonanz in biologischen Systemen verstanden werden kann. Dieses wässrige Medium ist der Schauplatz der Stoffwechselvorgänge zwischen den Zellen. Hier erfolgt die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes. Es ist der Raum, über den Nährstoffe zur Zelle gelangen und in den hinein Metabolite aus der Zelle eliminiert werden, und er stellt die Transitstrecke für jeden Stoff- und Informationsaustausch für die Vorgänge innerhalb der Zellen dar. Enzyme mit ihrer unbeschreiblich komplexen funktionellen Vernetzung werden hier aktiviert. Pischinger, Selye, Heine und andere haben dargestellt, daß die in diesem Raum ablaufenden Reaktionen immer holistischen Charakter haben, das heißt, Reiz-Reaktionen sind im Körper nicht  lokal begrenzt. Reflexmechanismen im Stoffwechsel, Vorgänge in Störfeldern und somototope Querbeziehungen kann man nur auf der Grundlage des vegetativen Grundsystems verstehen.

4.      Homotoxinlehre [27] : In den Organismus eingedrunge Noxen werden normalerweise über die Ausscheidungsorgane Harnwege und Darm eliminiert. Haut und Schleimhäute sind sekundäre Wege der Detoxifikation. Die ersten dort auftauchenden Symptome entsprechen in der Regel akuten enzündlichen Krankheitsbildern. Diese Ausscheidung kann durch blockierte oder mangelnde Enzyme, durch Vorschäden des Organismus, durch reaktions- und entgiftungsblockierende medikamentöse “Antimittel”-Therapie, durch Impfungen oder durch die spezifische Besonderheit der Toxine (Schwermetalle und fettlösliche Toxine zum Beispiel) gestört sein. Dieses zieht eine Imprägnation der Toxine in die Räume des vegetativen Grundsystems, in Lymphknoten, Haut, Haare, Gelenkräume, Muskelfascien und – wenn die Bluthirnschranke umgangen wird – auch in den Liquor cerebrospinalis -nach sich, wo sich dann je nach Lokalisation scheinbar unterschiedliche Krankheitsbilder entwickeln [28] . In dieser Phase steht die chronisch entzündliche Komponente und noch später die Ablagerung in Gewebeteilen im Vordergrund. Cerebral liegen in dieser Phase Störungen der Regulation autonomer Vorgänge vor. In der Depositionsphase herrscht meist klinisch relative Ruhe. Jetzt findet man extrazelluläre Knotenbildungen von Körperzonen im Vordergrund im Vordergrund, die von der allgemeinen Blut- und Energiezirkulation wie abgekapselt erscheinen: Atherome, Fibrome, Lymphknotenindurationen, Calcifikationen, Cysten und vieles andere mehr. Im günstigen Falle verharrt der Organismus ad finitum in dieser Phase noch gutartiger degenerativer Deposition. Versagt auch dieser Versuch des Organismus, die Noxen aus überlebenswichtigen Strukturen zu entfernen, erfolgt  der von Reckeweg als “Biologischer Schnitt” bezeichnete Übergang von der Entzündung in die Degeneration: über die jetzt intrazelluläre Imprägnation der Noxen geht die Entwicklung weiter zur eigentlichen Degeneration von Gewebestrukturen (-osen) und schließlich in die Neoplasiephase, in der sich die autonome Abkapselung des Krankheitsgeschehens vom übrigen Organismus, die in der fibrös-zystischen Depot-Phase regional begrenzt und gutartig geblieben war, jetzt zur Vollblüte aktiver Autonomie auswächst und die Grenzen des Depots rücksichtslos überschreitet. Reckeweg bezeichnete die mit den Stadien der Exkretion, Reaktion, Deposition, Imprägnation, Degeneration und der Neoplasie charakterisierte Karriere als “positive Vikariation” und entwickelte diese “Homotoxinlehre” zur Behandlungsreife, um den pathologischen Prozeß mittels Reaktivierung früherer Ausscheidungsvorgänge rückgängig zu machen, was man dementsprechend als “negative Vikariation” bezeichnet. Dies bedeutet, daß zwingend Heilvorgänge stattfinden müssen, die nun nicht erneut regulationsblockierend-medikamentös unterdrückt werden dürfen, und die vom Patienten auch in den akuten Phasen durchgestanden werden müssen, wobei humoraltherapeutische Ausleitbehandlungen den Entgifungsprozeß beschleunigen. Zeitrafferartig werden dabei oft früher blockiert gebliebene Kranheitsbilder wiederholt, und ein erster Therapieerfolg zeigt sich bei dem in der therapeutschen negativen Vikariation angesteuerten rückläufigen Durchbrechen des “Biologischen Schnitts” oft durch ein akutes Fieber mit Haut- und Schleimhaut-Reaktionen an.

5.      Reflexzonen, Somatotopien [29] und Störfelder: Verschiedene Körperteile sind reflektorisch wechselwirkend verknüpft. Wie eine Landkarte das Abbild des Großen darstellt, so bergen Körperteile die Topographie des ganzen Körpers in sich, und innere Organe können so über ihre landkartenartige Projektion an der Oberfläche sowohl diagnostisch erfaßt wie auch therapeutisch angesprochen werden. Da jeder Teil des Körpers mit der Umgebung sowie über Reflexbahnen und Meridiane mit entfernten Körperzonen kommunikativ-wechselwirkend verschaltet ist, wirken aus pathologischen Körperzonen nicht-physiologische nervale Aktionspotentiale, biochemische und toxische Emissionen auf nähere und ferne Zonen ein. Im wesentlichen handelt es sich dabei um chronisch-entzündliche / devitalisierte / toxisch belastete / narbig bindegewebig veränderte Areale. Besonders hohe Relevanz besitzen dentale Störfelder, Narben, ligamentäre und fasciale Strukturen. Die Chronizität pathologischer Prozesse und ihre Therapieresistenz beruht häufig auf derartigen Störfeldern. Von großer praktischer Bedeutung ist das Odontogramm nach Voll und Kramer, welches die Wechselbeziehungen der Zähne zum Organismus zeigt, und ursprünglich für die EAV entwickelt wurde, darüberhinaus aber für Störfelduntersuchungen jeder Art unerläßlich ist. Dort sieht man, daß generelle Steuerung des ZNS aus den Regionen der Weisheitszähne und der Kiefergelenke erfolgt:  

6.      Qualität und Ordnung: Lebende Systeme speichern und geben Photonen dann optimal ab [30] , wenn das Maß der Entropie niedrig ist (hoher Ordnungszustand). Nach Schrödinger [31] "saugt ... der Organismus fortwährend Ordnungen aus seiner Umwelt auf" und hält sich damit auf einer hohen Ordnungsstufe. Das Prinzip Qualität hat Priorität vor Quantität. Qualitative Veränderungen bedingen die quantitativen Substrate und Bestandteile des Körpers.

7.      Reiz-Reaktions-Interaktionen [32] , [33] : Ein Organismus mit intakten Regulationssystemen reagiert auf toxische wie therapeutische Einwirkungen innerhalb physiologischer Reizstärken mit Anpassungs-Vorgängen, die sich in der Spanne ergotroper und vagotroper Polarität zyklisch vollziehen. Nach festgelegten Zeiträumen antwortet der Körper mit Heilvorgängen, wobei sich nach innen gerichtete Kräfte mit zentrofugalen abwechseln. Energiesammlung und Energieabgabe wechseln sich ab, Parasympathikotonie und sympathikotone Reaktionslage, Stoffwechsel- und Kreislauf-Funktionen wandeln sich von vagotropen Mustern in ergotrope. Auch in psychischer Hinsicht wechseln sich entsprechend defensive Reaktionen mit aggressiven ab. Ziel der Therapie ist die Regeneration des Kompensationsvermögens und der dem Organismus zur Verfügung stehenden Energien. In lebenden Systemen hängt dieses vom Funktionieren unterschiedlicher und miteinander vernetzter Regelkreise ab. Es kommt daher bei der Regeneration der “natürlichen Selbstheilungskräfte” therapeutisch oft nicht auf die andauernde Bekämpfung einer auslösenden Noxe an, sondern darauf, dem System kleine Steuerungs-Stimuli zu verabreichen, dann seine vorher meist nicht berechenbare Reaktion zu beobachten [34] , einen so erhaltenen neuen Status quo zu registrieren, und daraus den weiteren therapeutischen Schritt abzuleiten.

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8.      Zweitschlageffekt nach Speransky: Nach einem (oft traumatischen) Ereignis besteht eine dadurch ausgelöste Körperstörung fort und wird therapieresistent, obwohl alle therapeutischen Möglichkeiten zur Überwindung des Schadens ausgeschöpft worden sind. Das pathogene Ereignis hat in diesem Falle in einem prämorbid bestehenden und bis dahin kompensiert gebliebenen pathogenen Zustand die symptomatische Manifestation induziert und zu einer engrammatischen Fixierung geführt. Anders ausgedrückt: Vorher wirkte auf den Körper eine Schädigung ein, die von den Ausgleichsmechanismen aber noch “abgefedert” werden konnte, sodaß keine Symptome entstanden. Wohl aber hatte dieser Zustand das System labilisiert. Durch das hinzutretende Ereignis kam es zum Versagen der Ausgleichskräfte, die Symptomatik bahnte sich ihren Weg, vermischte sich anfangs noch mit dem durch das “zweite” Ereignis ausgelösten Symptomenbild und übernahm nach Abklingen der Akutsymptome dessen Rolle im pathologischen Konzert. Speransky beschrieb diesen sehr häufig zu beobachtenden Mechanismus als “Zweitschlag-Effekt”. Die Auswirkung des zweiten Ereignisses ist also auf dem Boden des ersten eine andere, und in der Therapie muß dies berücksichtigt werden, sonst kann es zu keiner Ausheilung kommen. Ein häufiges Beispiel des Zweitschlag-Effektes ist ein Halswirbelsäulen-Schleudertrauma, das auf eine vorbestehende Haltungsstörung des ganzen Achsenskeletts trifft, welche ihrerseits bis dahin noch keine Symptome erzeugt hatte. Auch psychische Belastungen wirken häufig als Boden, auf dem sich Zweitschlag-Effekte durch scheinbar geringfügige Ereignisse gravierend auswirken können. Dieser Effekt wird auch in der Umwelttoxikologie beschrieben und dort als Synergismus bezeichnet.

9.      Toxikologische Gesetzmäßigkeiten:

  • Unterschwellige Belastungen (subtoxische Belastungen) sind umso bedeutsamer, je länger sie einwirken, je eher sie sensible Personen treffen, mit anderen schädlichen Reizen zusammenwirken, und je eher sie auf vorgeschädigte Menschen treffen.
  • Risikopersonen (Sensibilität) sind Noxen gegenüber viel eher anfällig als die WHO-Statistik-Idealperson. Dies sind insbesondere Ungeborene, Kinder, Frauen, durch Krankheit geschwächte Personen, Träger von Amalgamfüllungen, psychisch labile Personen, Allergiker, und besonders auch – im Hinblick auf das Schlaf-Apnoe-Syndrom –  ältere Menschen.
  • Überlauf-Effekt (Kompensationsfähigkeit): Wie ein randvolles Faß durch einen zusätzlichen Tropfen überläuft, so reagiert ein Körper auf Low-Dose-Reize unterhalb amtlicher Richtwerte besonders empfindlich, wenn seine Kompensation schon durch chemische, physikalische, infekttoxische oder psychische Reize erniedrigt ist. Wenn dies auch noch kontinuierlich geschieht, Erholungspausen fehlen, dann erhöht sich die mögliche schädigende Wirkung von Reizen. Dann reicht die niedrigste Reizstärke, um krankhafte Reaktionen auszulösen, obwohl sie bei einem niedrigeren Pegel an schädigenden Reizen reaktionslos vertragen worden wäre. Die “Klinische Ökologie” hat dieses Gedankenmodell geprägt und beschreibt damit, daß das Ausgleichsvermögen des Organismus für weitere Noxen durch Vorschädigungen aufgezehrt sein kann.
  • Synergismen (Interaktion, Summation, Potenzierung): Es gibt typische Kombinationen von Noxen, deren gemeinsames Auftreten über Interferenz-Effekte zu einer Potenzierung der schädigenden Wirkung führt: Elektromagnetische Impulse und Schwermetalle, Schwermetalle und Schimmelpilze, Schimmelpilze und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, Dioxin und leukocytäre Abwehrschwäche, Viren und Hochfrequenz, gepulste Hochfrequenz und hormonelle Fehlregulationen, hormonelle Dysbalancen und Funktionsstörungen des Darmes, Schwermetalle und Pilzbesiedlung, Immunschwäche und Antibiotika. Die Bedeutung dieser als Kofaktoren bezeichneten und andere Noxen begünstigenden zusätzlichen Reize sind zum Beispiel bei Krebs und schleichenden Virusinfektionen, Immun-Mangelzuständen und psychosomatischen Erkrankungen bedeutsam. Ein vorher schon labilisierter aber noch funktionsfähiger Organismus dekompensiert durch kofaktorielle Noxen eher als ein solcher mit intaktem Regulationssystem. Mehrere Noxen können sich katalytisch begünstigen.
  • Langzeitwirkung (Dauer, Kontinuität, Erholungspausen): Schwache Noxen schädigen bei lange dauernder Einwirkung mehr als starke Noxen bei kurzer Dauer. Die Langzeit-Regel besagt: Je länger ein schädigender Reiz den Organismus belastet, und je eher dieses kontinuierlich geschieht, desto niedriger kann die schädigende Reizstärke sein, um zeitlich zunehmend höhere schädliche Effekte zu erzielen. Eine zentrale Rolle in der Beurteilung toxischer Wirkung von Reizen stellt daher die Dauer des Einwirkens und die Periodizität reizfreier Erholungsphasen für die Betroffenen dar.

10.  Energie: Die bisherige Dominanz, welche die wissenschaftliche Medizin der Chemie eingeräumt hat, ist nicht mehr länger begründbar. Offenkundig beruhen biochemische Vorgänge auf physikalischen Induktionen. Nach Nordenström [35] besteht “heute Einigkeit darüber, daß EM-Felder in Partikel umgeformt werden, daß also Materie durch Kondensation von EM-Feldern entsteht. ... Unsere physikalische Welt ist geformtes EMF. ... Insofern wird die von elektromagnetischen Feldern stammende biologische Materie nicht nur strukturell von EMF modifiziert, sondern sie erhält auch ihre Energie von EM-Feldern. Alle Lebenserscheinungen sind letztendlich Entwicklungen und Zurückentwicklungen elektromagnetischer Felder in Form der Zirkulation wechselnder Formen der elektromagnetischen Energie. ... Die Beziehungen zwischen Chemie und Physik werden von elektromagnetischen Feldwirkungen beherrscht. ... Biologische Feld-Materie-Interaktionen finden in dem bisher unerforschten Niemandsland der BCEC [36] statt. ... Interferenzen zwischen biologisch wirksamen internen oder externen physikalischen Kräften sind die grundlegenden Mechanismen für strukturelle Differenzierungen und die Komplexität von Funktionen. ... Ist es möglich, daß die Lebensenergie ‘Chi’ und die elektromagnetische Energie der EMF identisch sind? ... Wissenschaftler sind heute im Westen wie auch im Osten darüber einig, daß Materie durch Kondensation von Energie entstanden ist. ... Durch ständig variierende Felder und Substanz-Begegnungen könnten die Lebensmoleküle entstanden sein.”

11.  Interferenz großer und kleiner Mengen: Biologische Systeme [37] verfügen einerseits über große Trägheitsmomente und andererseits über eine unvorstellbar hohe Sensibilität, deren Reizschwelle mathematisch nach null geht, wenn bestimmte Bedingungsfaktoren zusammentreffen. Wie in übergeordneten ökologischen Systemen [38] wechselwirken auch in biologischen Systemen große Mengen mit kleinen. Feinste Größen sind funktionell immer an Grobstrukturen angeglichen, und sie werden vielfach erst in der Interferenz mit dem Groben wirksam. Das funktionelle Ergebnis ergibt sich aus der Wechselwirkung zwischen den groben und den feinen System-Parametern.

12.  Iteration als Wirkprinzip von Lebewesen: Energetisch offene Systeme weisen nicht-lineares Verhalten auf. Bei wiederholter Einspeisung des Ausgangswertes in den Eingangswert (dies ist Iteration) führen bereits geringste auftretende Differenzen [39] plötzlich zu dramatischen Änderungen im Ordnungsmuster, sofern sie iteratativ behandelt werden. Der Mensch steht mit seiner Umwelt in Resonanz. Daher braucht er verschiedene Umweltsignale als energetische Richtwerte, um sich in seinem labilen Ordnungszustand erhalten zu können [40] . Ein stärkeres Signal nimmt ein schwächeres in seinem Zeitverlauf mit [41] , d.h. es zwingt ihm den eigenen Phasenrhythmus auf. Dies kann den Ordnungszustand des betreffenden Systems sehr stark labilisieren, bis hin zum Auftreten neuer unter Umständen pathologischer Ordnungszustände [42] . Die „wissenschaftliche“ [43] Anwendung unserer Realitätsbestimmungen im Denken und Handeln ist ein Musterbeispiel für solche Iterationen: In ein nicht-lineares, biologisches System wird ein letztlich [44] falscher Wert eingespeist, und dieser falsche Eingangswert bestimmt die Systemprozesse dann entscheidend. Deren Ausgangswerte werden wiederum als neue Eingangsinformation [45] benutzt und so weiter. Auch in der Anwendung von Algorhythmen [46] zeigen sich vielfältige Formentstehungen aus dem quasi-Nichts [47] . Dies heißt, minimale Größen erzeugen in der Wirklichkeit bedeutsame Endergebnisse. Und gleichzeitig heißt dies, daß materielle Realität entscheidend durch die konsequente Anwendung minimal erscheinender Veränderungen der Ausgangsbestimmungen beinflußt werden kann, zum Beispiel durch eine Vorstellung oder einen Gedanken, sofern sie konsequent (iterativ) ins System eingespeist werden.

13.  Entsprechungen: Alle Bereiche der Natur sind Ausschnitte aus einer zusammengehörenden Vielfalt. Jeder Baum zum Beispiel stellt einen Ausschnitt aus der Charaktervielfalt der Menschen dar. Jemand verkörpert eher die Kraft der Eiche, ein anderer Mensch wiederum erscheint uns eher wie eine Zitterpappel, dann gibt es licht wirkende, einer Birke gleiche Personen, und andere wiederum erscheinen uns als Trauerweide. Diese Entsprechungen menschlicher Wesenszüge finden wir auch in Farben, Metallen, Mineralstoffen, Düften und allen anderen denkbaren Erscheinungen der Natur. Andererseits stellen Farben, Metalle, Düfte und so weiter ihrerseits wiederum Entsprechungen übergeordneter kosmischer Zusammenhänge [48] dar. Planetenumlaufbahnen, Rhythmen, geometrische Formen und viele andere Phänomene repräsentieren sich in den Frequenzen der Farben, Töne, dem Periodensystem der Elemente und dem ihm zugeordneten Wellenlängen der Stoffe. Die fraktale Geometrie [49] beschreibt, daß die Natur auf allen Ebenen des Lebens [50] fraktal [51] organisiert ist und so mit einfachsten Bausteinen und der wechselwirkenden Kombination von Ordnung und Chaos die schillernde und unbegreifliche Vielfalt dessen schafft, was wir Leben nennen [52] . Dieses fraktale Prinzip findet sich auch als Selbstähnlichkeit einer Krankheit in Bezug auf den ganzen Menschen. Dies gilt umso eher, je ausgeprägter die Formbildungen sind, die eine Krankheit schafft.

14.  Kritische Labilität biologischer Systeme [53] : Das Verhalten von Systemen ist dann als stabil und nach außen abgeschlossen zu bezeichnen, wenn sie die Verhaltensmuster  und die Form auch nach einer Störung wieder einnehmen, die sie schon immer gehabt haben. An kritischen Kipp-Punkten sucht sich ein überlastetes System immer im  chaotischen Übergang ein neues Gleichgewicht. Es handelt sich um ”Phasenübergänge”, an denen das System in höchstem Maße irritierbar ist. In solchen als "kritische Labilitätspunkten" zu bezeichnen Phasenpositionen kann eine mathematisch nach null gehende Reizstärke große Reaktionen im System auslösen. An dieser Stelle befindet sich das System im Zustand höchster Sensibilität und Reaktionsbereitschaft. Es handelt sich um eine grundsätzliche Eigenschaft lebender Systeme: Die Empfänglichkeit und  Irritabilität gegenüber äußeren Reizen ändert sich zyklisch. Es ist daher immer die Wechselwirkung zwischen dem äußeren Reiz und den Funktionsgrößen, welche die aktuelle System-Position bestimmen, von der es abhängt, ob ein externer Stimulus  einen biologischen Effekt erzeugt oder nicht.

15.  Sozio-Psycho-Neuro-Endokrino-Immunologisches System [54] : Zwischen den hormonellen Vorgängen, den immunologischen Antworten, dem vegetativen Nervensystem, dem Gehirn, den seelischen Qualitäten und der Stellung im sozialen Gefüge bestehen funktionelle Querbeziehungen, die als wechselwirkende Rückkoppelungs-Kaskaden das ausmachen, was wir als “natürliche Selbstheilungskräfte” bezeichnen, und die dem System sowohl als vererbte wie als gelernte Muster innewohnen, und deren Interferenzen als variierende Ausgleichsbewegungen der Komponenten eines Mobiles verstanden werden können: Wie die Bewegung eines Teils das ganze Mobile in Unruhe bringt, und wie die Positionsveränderung des einzelnen Teils erst überwunden wird, wenn das ganze System zur Balance zurückgefunden hat, so können auch Symptome in einem Teilbereich des Organismus (zum Beispiel im Immunsystem) nicht losgelöst von den anderen Bereichen betrachtet, diagnostiziert und therapiert werden. Entscheidend ist in der Behandlung also oft nicht die Bekämpfung einer auslösenden Noxe, sondern die Regeneration der „natürlichen Selbstheilungskräfte“, die einen synchronisierten, den situativen Systemanforderungen gemäßen Zugriff auf die Funktionen des Immunsystems, der Hormone, der neurohormonalen Sekretionen, des vegetativen Nervensystems, Lymphsystems, der chronobiologischen

 

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 Melatonin [55]

 

Melatonin gehört zu den Neurohormonen, die im Gehirn produziert werden und als übergeordnete Steuergrößen immunologische und vegetative Prozesse im Körper regulieren. Die Funktionen des Abwehrsystems, die immunologische Erkennungsfähigkeit von Krebszellen, die Infektabwehr, die Stabilität gegenüber rheumatischen und anderen schmerzhaften Prozessen, die Steuerung der chronobiologischen Rhythmen (der „inneren Uhr“) und die Regulierung von Schlafphasen und Schlaftiefe sind direkt von der Menge des gebildeten Melatonins abhängig. Wenn die elektromagnetischen Impulse der Sonne auf den Menschen einwirken, also tagsüber, sinkt die Melatonin-Konzentration ab, und nachts steigt sie an. Die Erholungsfähigkeit des schlafenden Körpers, Tiefschlaf und Abwehrbereitschaft von Krebs sind davon abhängig, daß der Melatonin-Spiegel nachts höher ist als am Tage.

Biologische Systeme haben in ihrer Entwicklung bislang keine Unterscheidung zwischen elektromagnetischen Impulsen aus technischen Quellen und solchen aus natürlicher Herkunft erlernt. Das reibungslose Funktionieren dieser vegetativen Funktionen wird durch eine natürlich vorgegebene Reizdichte und insbesondere auch durch die tageszeitlichen Schwankungen der Menge und Intensität von Impulsen gesteuert. Zusätzliche Impulse sind diesem System zuviel, insbesondere dann, wenn sie sich nicht an die natürlichen Tages-Nacht-Schwankungen halten, sondern auf den Menschen dauernd einwirken. Über Millionen von Jahren haben sich diese Rhythmen ungestört einspielen können, weil die Dichte elektromagnetischer Impulse aus natürlichen Quellen (und andere gab es nicht) nachts gegenüber dem Tage deutlich abnahm: Nachts scheint die Sonne nicht, ihre (sichtbaren) elektromagnetischen Impulse sind abgeschirmt. In der Evolution tauchte für den Menschen keine Notwendigkeit auf, in der Steuerung unwillkürlicher Lebensfunktionen zwischen sichtbaren und unsichtbaren elektromagnetischen Impulsen unterscheiden zu können. Seit wenigen Jahrzehnten nun wirken nachts technische Hochfrequenzfelder auf Menschen ein. Zwar wird es weiter sichtbar dunkel, die Zirbeldrüse  als Produktionsstätte des Melatonin kann dies aber nicht mehr registrieren. Sie orientiert sich nur an der Anwesenheit elektromagnetischer Impulse, unabhängig davon, ob deren Frequenzen im sichtbaren oder unsichtbaren Spektrum liegen. Die Folge ist, daß es, weil die technischen Felder bei Sonnenuntergang nicht abgeschaltet werden, für die Zirbeldrüse weiter „hell“ ist und die Steigerung der Melatoninsekretion ausbleibt.

Wenn Menschen von den Einflüssen aus der Erde und aus dem Kosmos isoliert werden, indem sie sich in entsprechend abgeschirmten Bunkern aufhalten, verschiebt sich ihr Zeitgefühl, ihre innere Uhr, die vegetativen Funktionen, die immunologischen Funktionen -, kurzum alles, was man als unwillkürliche Funktionen bezeichnet.

Kurze Zeit nach der Inbetriebnahme einer militärischen Radaranlage stieg die Rate des Melanoms bei der Bevölkerung in der Umgebung sprunghaft und hoch signifikant an (Becker). Laborchemisch fand sich ein dramatisches Absinken des Melatoninspiegels im Blut nach Betriebsbeginn der Radaranlage. Wahrscheinlich hängt die beängstigend steigende Melanom- Häufigkeit nicht alleine von der Ozonschicht-Schädigung ab, sondern auch zu einem nicht unerheblichen Anteil von technischen Anlagen mit gepulsten elektromagnetischen Emissionen. Bei einigen hormonabhängigen Krebsarten, besonders beim Brustkrebs, ist der Zusammenhang zwischen Krebsentstehung und Melatonin-Depression hochwahrscheinlich: Melatonin unterdrückt die Transkription des entsprechenden Rezeptorgens und damit die Bildung der Rezeptoren bei Brustkrebs mit positiven Östrogen- bzw. Progesteron-Rezeptoren. Wenn Melatonin fehlt, kommt es zu einer verstärkten Bildung dieser Rezeptoren und damit zu einer Tumorzell-Aktivitäts-Steigerung. Auch bei Neugeborenen mit plötzlichem Kindstod fanden sich deutliche Zusammenhänge mit erniedrigtem Melatonin-Spiegel. Bezüglich der Autoimmunerkrankungen liegen empirische Berichte über eindrucksvolle therapeutische Wirkungen vor. In Experimenten erwies sich Melatonin als außerordentlich potenter „Radikalenfänger“, es war doppelt so wirksam wie Vitamin E und fünfmal stärker als Glutathion. Damit hat es möglicherweise große therapeutische Bedeutung zur Bindung all jener freien Reaktionsprodukte, die in der Zeit stark wirksamer therapeutischer Eingriffe anfallen, und die ihrerseits krankhafte Prozesse anregen können, wenn man sie nicht bindet.

 

Die Melatonin-Konzentration schwankt im Tagesverlauf außerordentlich.

Schlafstörungen als Ausdruck gestörter Biorhythmik und Depressivität sind häufige Symptome  eines Melatoninmangels. Man sieht, wie „unspezifisch“ und zentral die Auswirkung eines Mangesl an Melatonin ist. Es handelt sich um eine häufige Symptomatik bei allen möglichen Krankheitsbildern, und genau dies hängt ja auch mit der zentralen Steuerungsfunktion zusammen, die dem Melatonin zukommt. Bei wie vielen verschiedenen Krankheitsbildern ein Mangel an Melatonin eine Rolle spielt, ist unbekannt. Keinesfalls ist er immer die Ursache der Gesundheitsstörung. Typischerweise sprechen Fälle exogenen Melatonin-Mangels nicht auf herkömmliche Schlafmittel oder Antidepressiva, wohl aber prompt auf orale Melatonin-Gaben an, und dies, obwohl die Stabilität und Resorptionsfähigkeit gering sei, wie von pharmakologischer Seite immer wieder betont wird. Durch den therapeutischen Effekt bestätigt sich der Ursachen-Bezug im nachhinein. Man kann dafür Melatonin-Tabletten verabreichen, meist genügt eine Dosis von drei bis sechs Milligramm abends.

Die Melatonin-Konzentration schwankt im Tagesverlauf außerordentlich. Als Normwerte werden für nachts Werte um 150 und tags um 30 pg/ml angegeben.

Schlafstörungen als Ausdruck gestörter Biorhythmik und Depressivität sind häufige Symptome  eines Melatoninmangels. Man sieht, wie „unspezifisch“ und zentral die Auswirkung eines Mangesl an Melatonin ist. Es handelt sich um eine häufige Symptomatik bei allen möglichen Krankheitsbildern, und genau dies hängt ja auch mit der zentralen Steuerungsfunktion zusammen, die dem Melatonin zukommt. Bei wie vielen verschiedenen Krankheitsbildern ein Mangel an Melatonin eine Rolle spielt, ist unbekannt. Keinesfalls ist er immer die Ursache der Gesundheitsstörung, und es wäre völlig falsch, nosologisch, diagnostisch und therapeutisch dem Melatonin eine Vorrang-Rolle einzuräumen. Aber in etlichen Fällen ist in der Therapie ein hervorragender Katalysator für andere Behandlungsverfahren, die sonst frustran bleiben. Typischerweise sprechen Fälle exogenen Melatonin-Mangels nicht auf herkömmliche Schlafmittel oder Antidepressiva, wohl aber prompt auf orale Melatonin-Gaben an, und dies, obwohl die Stabilität und Resorptionsfähigkeit gering sei, wie von pharmakologischer Seite immer wieder betont wird. Durch den therapeutischen Effekt bestätigt sich der Ursachen-Bezug im nachhinein. Man kann dafür Melatonin-Tabletten verabreichen, meist genügt eine Dosis von drei bis sechs Milligramm abends.

Die langfristige Einnahme hat keinen ursächlichen Behandlungseffekt, denn die Verabreichung von Melatonin beseitigt ja auch nur eines der Symptome einer Gefügestörung in funktionellen Wechselwirkungskomplexen, bei deren Behandlung die Minimierung und das Abschalten auslösender Ereignisse und Situationen viel bedeutsamer ist: Elektromagnetische Felder aus technischen Quellen, unregelmäßige Lebensweise ohne Berücksichtigung von Schlaf-Wach-Rhythmen und der dafür notwendigen Bezüge zum Tagesverlauf, Schichtdienst, Flugreisen, depressionsfördernde Lebenssituationen, Hormonbehandlungen, besonders mit Sexualhormonen, Strahlentherapie und wahrscheinlich auch Röntgenuntersuchungen.

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[1]   auch als Schulmedizin bezeichnet
[2] mittels einer zum Schlafen umgeschnallten, dicht anliegenden Gesichts-Atemmaske, über die der Atemluft-Druck extern reguliert wird, was das Zusammenfallen der Atemwege durch Gegendruck verhindert
[3] maxillomandibuläre Umstellungsosteotomie
[4] Slow-Virus- und slow-bacterial-Diseases
[5] sogenannte Zahnstörfelder
[6] der kongruente Bißkontakt zwischen Unter- und Oberkiefer über die gesamte Bißreihe hinweg und der davon abhängige physiologische Tonus der Kaumuskulatur (M. masseter, M. temporalis und die Mm. pterygoidei lat. et med.)
[7] Im Sept. 99 (Svenska Dagbladet, reuter, dpa, v. 15.9.99 und Spiegel-TV v. 28.11.99) publizierten der Neurochirurg Prof. Leif Salford, der Neuropathologe Prof. Arne Brun sowie der Strahlenphysiker Dr. Bertil Perssion von der schwedischen Universität von Lund: bereits bei einer Sendefrequenz handelsüblicher Funktechnik durch Mobilfunk-und DECT-Schnurlostelefone von 0,0001-0,001 Watt (WHO-Grenzwert 2 Watt/kg) penetrierten Proteine in den Liquorraum von Ratten, die sonst nicht liquorgängig sind. Es handelt sich um einen „Türöffner-Effekt“ für Toxine.Dieser Effekt ist später auch für digitale Mobilfunktelefone bestätigt worden. 
[8] Verschiedene Reizeinwirkungen erzeugen miteinander ganz neue Arten von Reaktionen, die von ihrer Art her von keiner Reizeinwirkung alleine erzeugt worden wären
[9] siehe Anhang
[10] siehe auch die Grafik der Wechselwirkungen von Melatonin, cerebralen Teilfunktionen und Regulationsmechanismen, Braun-von Gladiß, Nov.1999
[11]

und sui generis eben nicht symptomorientertes

[12]

Physiker und Psychologe, er betreibt in Stuttgart ein Institut für entwicklungs- und verhaltensgestörte Kinder und Lernstörungen, führt anwendungsorientierte Gehirnforschung. Anschrift: Günter Haffelder, Weißenburgstr. 24, D – 70180 Stuttgart, haffelder@t-online.de, Fax 0049-711-81 79 839, Tel. 0049-711-81 79 838

[13] Auflösung von Engrammen. Engramme sind imprägnierte Informationen. Sie bedingen, daß ein bestimmtes Symptom durch spezielle Stimuli ausgelöst immer gleich reproduziert wird
[15]

etwa vom Occiput (Hinterhaupt) über das Mastoid (Ohrenlinie) bis zur Stirn

[16] die unterhalb der „Rauschgrenze“ liegenden Feinnuancen werden ermittelt und von unbedeutenderen Summenpotential-Überlagerungen und technischen Interferenzen befreit
[17]   Frequenzen 0-4
[18] Frequenzen 4-6
[19] nämlich die eine Blockade oder Stresswellen aufhebenden Frequenzen
[20]

ohne besondere Aufmerksamkeit, neben dem Alltagsablauf

[21] schädigende Agentien oder Impulse
[22] Ohlenschläger
[23]   im Gegensatz zu anorganischen Systemen
[24] innerhalb physiologischer Grenzen
[25] sie erhöhen also den Grad der inneren Ordnung
[26] Kaucher
[27]   nach Reckeweg
[28]   die ich 1991 (Ganzheitliche Medizin) als “Entgiftungskrankheiten” bezeichnet habe
[29] Gleditsch und andere
[30]

Dies ist von F.A.Popp in Photonenabsorptionsforschungen in lebenden Geweben eindrucksvoll bewiesen worden

[31] Erwin Schrödinger (1945): Was ist Leben
[32] gegenseitige funktionelle Wechselbeziehungen, oft auch Summationseffekte, d.h. zwei Komponenten wirken nicht nur doppelt so stark wie jede einzelne für sich, sondern potenzieren sich in ihrer Wirkung
[33] das spezifische Adaptationssyndrom nach Selye
[34] ”Heil-reaktionen”
[35]  Direktor des Department of Diagnostic Radiology am Karolinska Institute and Hospital in Stockholm. Vortrag vor dem Kongreß der Internationalen Vereinigung für Biologisch Geschlossene Stromkreise 1993
[36] biologisch geschlossene elektrische Stromkreise (BCEC)
[37] Braun-von Gladiß, 1995: Das Biologische System Mensch
[38] z.B. in der Metereologie oder in der (kybernetisch analysierten) Wirtschaftswissenschaft
[39] Reize, Störgrößen etc.
[40]

Dabei weist der Organismus ein Frequenzspektrum auf von weniger als einem Hertz bis über 10 hoch 18 Hz (del Blanco 1977). Somit sind auch Resonanzen mit allen vorhandenen technischen Frequenzen möglich, was für die Bewertung möglicher biologischer Effekte elektromagnetischer Wellen bedeutsam ist.

[41] Mitnahmeeffekt, „Entrainment“
[42] 

Heuser, Peter (Hrsg.): „Energetische“ Medizin – Gibt es nur physikalische Wirkprinzipien? Lang-Verlag. Bern 1998. ISBN 1422-4763, S. 90, 91

[43] das heißt sich an Messdaten und an „Befunden“ orientierende
[44] weil aufgrund der Heisenbergschen Unschärferelation die Elektronenposition zum Zeitpunkt der Messung bereits falsch ist. Messungen erfolgen mit Verfahren, deren höchst mögliche Geschwindigkeit niedriger als Lichtgeschwindigkeit ist. Elementarteilchen bewegen sich schneller (mit Lichtgeschwindigkeit). Daraus folgt, daß wir Realität messtechnisch allenfalls annähernd erfassen können, niemals aber exakt und "wirklich" richtig.
[45] wir bauen auf unserer Überzeugung und unseren wissenschaftlich fundierten Erfahrungen auf
[46]

Rechenvorgang nach dem Prinzip: Wende wiederholt das Gleiche auf jeden Teil des Systems an

[47]

  das nach den Regeln, mit denen wir Realität üblicherweise betrachten, Nichts ist

[48]

Cousto, Hans: Die Oktave. Das Urgesetz der Harmonie. Planeten, Töne, Farben, Kräfte innerer Schwingungen. Berlin 1987. ISBN 3-922389-21-X

[49]

Peitgen, Heinz-Otto, Jürgens, Hartmut, Saupe, Dietmar: Bausteine des Chaos. Fraktale Geometrie und Chaostheorie. Springer. 1992. ISBN 3-540-55781-4Mandelbrot, Benoit B.: Die fraktale Geometrie der Natur. Birkhäuser-Verlag1977-1991. ISBN 3-7643-2646-8

[50]

Und sogar auch im an-organischen Bereich, bis hin zu Fluß-,Gebirgs- und Landschaftsstrukturen

[51]

Fraktale sind Selbstähnlichkeiten des Ganzen unter Vergrößerung, oder: die die Struktur des Ganzen in sich bergenden kleinen Bausteine, aus deren Komposition das Ganze besteht.

[52] ohne daß wir definieren könnten, was Leben ist. Siehe: Braun-von Gladiß, Karl: Biologische Effekte funktechnischer Signale in Medizin und Technik, Broschüre, Eigenverlag
[53] Braun-von Gladiß: Gesundheitliche Wirkungen elektromagnetischer Wellen (10/2000).
[54]

Braun-von Gladiß, 1994: Das Mobile-Modell des Psycho-Sozio-Endokrino-Immunologischen Systems

[55] © Dr. Braun-von Gladiß

 


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